Das Passiv (passive voice) wird verwendet, wenn die Handlung oder das Ergebnis wichtiger ist als die handelnde Person. In Nachrichten, Sachtexten und wissenschaftlichen Berichten ist es allgegenwärtig: „The bridge was built in 1890.“ „The results will be published next week.“ In Klasse 8 wird es eingeführt und in allen Zeitformen geübt.
Aktiv: „Shakespeare wrote Romeo and Juliet.“ – Der Handelnde (Shakespeare) steht im Mittelpunkt. Passiv: „Romeo and Juliet was written by Shakespeare.“ – Das Werk steht im Mittelpunkt. Das Objekt des Aktivsatzes wird zum Subjekt des Passivsatzes.
Passiv = Form von to be + past participle (3. Form des Verbs). Die Zeitform steckt ausschließlich in „to be“:
Der Handelnde kann mit „by“ angeschlossen werden: „The picture was painted by Picasso.“ Oft wird er aber weggelassen – wenn er unbekannt, unwichtig oder offensichtlich ist: „My bike was stolen.“ (Von wem, weiß ich nicht.) „The thief was arrested.“ (Natürlich von der Polizei.)
Verben wie give, send, show, offer haben zwei Objekte: „They gave me a present.“ Im Passiv kann jedes Objekt Subjekt werden: „I was given a present.“ (häufiger) oder „A present was given to me.“ Die erste Variante ist im Englischen besonders typisch – im Deutschen gibt es sie so nicht.
„The teacher is correcting the tests.“
In Leseverstehens-Aufgaben und Textanalysen hilft es, Passivformen zu erkennen und ihre Funktion zu deuten: Warum nennt der Autor den Handelnden nicht? Soll etwas objektiv wirken oder soll Verantwortung verschleiert werden? Solche Fragen gehören in der Oberstufe zur Analyse politischer Reden und Zeitungsartikel.
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