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Schriftliche Multiplikation in Klasse 4: So klappt das Malnehmen untereinander

Die schriftliche Multiplikation ist das anspruchsvollste Rechenverfahren der Grundschule. Sie verbindet das Einmaleins, das stellengerechte Schreiben und die schriftliche Addition. Entsprechend viele Fehlerquellen gibt es – aber auch eine klare Schritt-für-Schritt-Methode, mit der jedes Kind sicher wird.

Voraussetzungen

Bevor es losgeht, sollten drei Dinge sitzen: das kleine Einmaleins, die schriftliche Addition mit Überträgen und das Multiplizieren mit Zehnerzahlen (23 · 10 = 230, 23 · 20 = 460). Fehlt eines davon, wird die schriftliche Multiplikation schnell zur Frustration.

Multiplizieren mit einer einstelligen Zahl

Beispiel: 347 · 6

  • Einer: 6 · 7 = 42. Schreibe 2, merke 4.
  • Zehner: 6 · 4 = 24, plus 4 = 28. Schreibe 8, merke 2.
  • Hunderter: 6 · 3 = 18, plus 2 = 20. Schreibe 20.
  • Ergebnis: 2.082.

Multiplizieren mit einer zweistelligen Zahl

Beispiel: 346 · 27. Hier wird die Aufgabe in zwei Teile zerlegt: 346 · 20 und 346 · 7.

  • Erste Zeile: 346 · 2 = 692. Weil es eigentlich 346 · 20 ist, steht die 692 um eine Stelle nach links versetzt (entspricht 6.920).
  • Zweite Zeile: 346 · 7 = 2.422, stellengerecht darunter.
  • Addieren: 6.920 + 2.422 = 9.342.

Die Reihenfolge der Zeilen kann je nach Schule unterschiedlich sein – manche beginnen mit den Einern, andere mit den Zehnern. Wichtig ist nur, dass die Teilergebnisse an der richtigen Stelle stehen.

Der Überschlag

346 · 27 ≈ 350 · 30 = 10.500. Das Ergebnis 9.342 liegt in der Nähe – passt also. Hätte das Kind die erste Zeile nicht versetzt, käme 3.114 heraus, und der Überschlag würde den Fehler sofort zeigen.

Typische Fehler

  • Nicht versetzt: Das Teilergebnis der Zehner wird unter die Einer geschrieben.
  • Merkzahl vergessen: Besonders bei großen Einmaleins-Ergebnissen.
  • Merkzahl falsch addiert: Die Merkzahl wird vor statt nach dem Multiplizieren addiert.
  • Einmaleins-Fehler: Ein einzelner Fehler (7 · 8 = 54) verfälscht das ganze Ergebnis.

Tipps fürs Üben

Mit einstelligen Faktoren beginnen, dann zu zweistelligen übergehen. Karopapier verwenden, Merkzahlen klein notieren, immer überschlagen. Und: Lieber fünf Aufgaben sorgfältig als zwanzig hastig – Sorgfalt ist bei diesem Verfahren wichtiger als Tempo.

Zum Ausprobieren mit deinem Kind

  1. Rechne 243 · 4. – Lösung: 972.
  2. Rechne 58 · 36. – Lösung: 58 · 30 = 1.740, 58 · 6 = 348, zusammen 2.088.
  3. Rechne 407 · 23. – Lösung: 407 · 20 = 8.140, 407 · 3 = 1.221, zusammen 9.361.
  4. Überschlage 612 · 19. – Lösung: etwa 600 · 20 = 12.000 (genau: 11.628).

Übungsblätter zu diesem Thema

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Häufige Fragen (FAQ)

Wann wird die schriftliche Multiplikation eingeführt?
Meist in Klasse 4, in manchen Bundesländern schon Ende Klasse 3 mit einstelligen Faktoren.
Warum muss man die Zeile versetzen?
Weil man in Wirklichkeit mit 20 und nicht mit 2 multipliziert. Die Verschiebung um eine Stelle entspricht dem Anhängen einer Null.
Kann man die Faktoren tauschen?
Ja, 346 · 27 ist dasselbe wie 27 · 346. Meist ist es einfacher, die längere Zahl oben zu schreiben.

Alle Übungsblätter nach Fach und Klasse findest du in der Übersicht.

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